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Ein Blog für Gastro-Kultur und Geschmacks-Philosophie

Ein Blog für Gastro-Kultur und Geschmacks-Philosophie: Am Anfang war die Freude am Essen, am Ende das Geschmacks-Chaos

Für mich ist Essen immer noch reine Freude und purer Luxus.

Freude… weil ich mich der Befriedigung der wichtigsten Grundbedürfnisse widme und dabei seelischen und körperlichen Genuss erfahre. Darüber hinaus kann man dies mit seinen beliebtesten Mitmenschen teilen: Freunde, Familie, Verwandte.

Als Italiener bin ich natürlich dafür genetisch programmiert und erzogen worden – aber das ist das Wichtigste, das mir meine Herkunft und meine Eltern mitgegeben haben. Am Tisch entstehen die ersten sozialen Kompetenzen, wir erfahren, was unsere Liebsten bewegt, wir philosophieren und diskutieren, wir tauschen unsere Meinungen aus und streiten, meistens feiern wir und manchmal trauern wir. Der Mittagstisch ist ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft, an dem insbesondere die jüngsten Mitglieder der Familie erfahren, was man im Leben braucht (oder auch nicht!): Werte, Respekt, Benehmen, Regeln, Freude und Genuss – vorausgesetzt man nimmt sich Zeit dafür und betrachtet das Essen nicht als eine lästige Angelegenheit zum Lebenserhaltungszweck.

Luxus… weil man in unserer europäischen Gesellschaft gerne vergisst, dass jeder achte Mensch auf der Welt an Hunger leidet: Das sind knapp 1 Milliarde Menschen. Ohne außer Acht zu lassen, dass ein großer Teil der übrigen 6 Milliarden Menschen nicht unbedingt einen vollen Kühlschrank, eine voll ausgestattete Küche, geschweige denn fließendes, sauberes Wasser haben (Nahrungsmittel Notstand).

Stelle man sich eine Pyramide vor, so befinden sich an der Spitze die Vertreter des Absurden und zwar diejenigen, die eine 25.000€ teure Küche besitzen und noch nie einen Topf in der Hand gehalten haben, da sie lediglich eine Mikrowelle oder noch besser ein Telefon benötigen, um ihr alltägliches Grundbedürfnis zu stillen. Und warum? Ganz einfach, weil sie keine Zeit haben.

Zeit: Gehen wir zurück zu den Anfängen: Woher kommen wir? Soviel ich weiß, bestand vor ein paar Millionen Jahren die tägliche Hauptbeschäftigung der Menschen in der Suche und Vorbereitung der Speisen. Manchmal fehlte sogar die Zeit, um alle benötigten Speisen zu finden.

Machen wir gleich einen Sprung ins letzte Jahrhundert, als es keine technischen Geräte gab und Kühlschränke noch Luxus waren. Die Hauptbeschäftigung unserer „besseren Hälften“ war das Kochen. Unsere Uromas, Omas und Mütter standen stundenlang am Herd, um Mahlzeiten vorzubereiten, die mit Freude gemeinsam verzehrt wurden. Und je zahlreicher die Gäste, desto größer war die Freude!

Der Koch-Hedonismus

Wo stehen wir heute? Heute leben wir in einem Paradox. In der modernen Gesellschaft hat keiner mehr Zeit zu kochen. Aber wenn wir uns die Anzahl der Kochsendungen, Gastroblogs und Koch-/Rezeptbücher der letzten 10 Jahre anschauen, müssen wir feststellen, dass wir für das Thema Essen doch jede Menge Zeit übrig haben … aber warum dann nicht für das Kochen?

Sehr treffend beschreibt dies Dorrit Voig im Fazit seiner Diplom-Arbeit „Kochsendungen im deutschen Fernsehen-Zur medialen Inszenierung von Alltagskompetenz“(2008):

“Längst dient Essen nicht mehr primär der Befriedigung der Grundbedürfnisse, denn es spiegelt auch unabänderlich die jeweilige gesellschaftliche Stellung wider und ist daher auch Statussymbol. Infolge dessen wird die Ernährung zunehmend stilisiert zum Selbstausdruck und Kontrollelement: Man zeigt, wer man ist, was man bevorzugt und wo man sich demnach zuordnet. Die Verwendung spezieller Lebensmittel, die Ernährungsweise wie auch die Küchenausstattung – sie alle sind auch immer Ausdruck einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit. Dementsprechend dienen die individuellen Esspräferenzen vermehrt der sozialen Unterscheidung, Identitätssicherung und dem sinnlichen wie auch ästhetischen Genuss.

Der Geschmack: Die Mehrheit verspricht eine unermessliche Leidenschaft fürs Kochen. Viele behaupten alles Mögliche kochen zu können, ohne aber die Grundkenntnisse über die fachgerechte Verwendung von Lebensmitteln zu beherrschen. So landen in einer „Bologna Sauce“ die unglaublichsten Bestandteile. Nach dem Motto: Ich bin so gut, dass ich dieses Rezept einfach neu definiere und sogar weiter entwickle, ja verbessere!

Und der Geschmack… Naja, was ist mittlerweile Geschmack? Können wir überhaupt noch Geschmäcker erkennen? Ich bewundere Menschen wie Escoffier, Point oder This, die auf der Suche nach dem perfekten Geschmack einen ganzen Wirtschaftszweig revolutioniert haben. Aber im Gegensatz zu den meisten meiner Mitmenschen behaupte ich, wussten sie, wie eine einfache Tomate schmeckt! Wer kann heute noch mit einer gewissen Sicherheit behaupten wie eine Tomate wirklich schmeckt oder eine frisch gemolkene Milch, ein Stück Bauernbrot mit frischer Butter oder ein frisch gepresstes Olivenöl? Wie stark ist unser Geschmack und der von unseren Kindern von der Industrialisierung der Speisen beeinflusst worden, so dass wir heute keinen Referenz-Punkt mehr haben (Aromastoffe)?

Was sind die wahren, originalen Geschmäcker? Findet man sie im Supermarkt? Gibt es sie überhaupt noch? Oder werden wir bald -genau wie Tiere in einem Tierpark-Produkte und Speisen in einer gesperrten Zone besuchen um zu wissen, woher sie kommen (Was übrigens schon stattfindet: Siehe die Ausstellung “Das Gelbe vom Ei – Eine Ausstellung über das Essen“ im deutschen Museum vom 26. Juli 2013 bis 6. Januar 2014).

Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser Blog auf eine ganz persönliche Art und Weise.

ITALIANO

Un Blog a favore di una cultura gastronomica e all`insegna di una filosofia del sapore. All`inizio vigeva la gioia per la tavola, alla fine il caos del gusto.

Per me il cibo è soprattutto una gioia culinaria ed un lusso sociale

Gioia
… perché attraverso il cibo mi dedico alla soddisfazione di un bisogno fondamentale fisico ed allo stesso tempo provo un piacere sensoriale e spirituale. Inoltre questa gioia può essere vissuta assieme alle persone più care ed amate: con gli amici, con la famiglia, con i parenti.

Essendo italiano ho una predisposizione innata per una educazione culinaria molto intensa, questa è una delle cose più importanti che ho ereditato dalla mia patria di origine e dai miei genitori. A tavola si sviluppano le prime competenze sociali, impariamo a conoscere il nostro prossimo, a tavola filosoffegiamo e discutiamo, qualche volta litighiamo, il più delle volte festeggiamo e ogni tanto viviamo assieme momenti tristi. La tavola è un microcosmo della nostra società in cui, spece per membri piu giovani della famiglia, si viene a conoscenza di quello che é importante nella vita (o qualche volta anche il contrario): i valori, il rispetto, l’educazione, le regole, la gioia e il piacere. A condizione che ci si prenda il tempo per tutto ciò e non si veda il mangiare come un mero obbligo, il cui unico fine è mantenerci in vita per poter fare altre cose, che „riteniamo“ piú importanti.

Lusso
… perchè nella nostra società opulenta e viziata spesso dimentichiamo che una persona su otto al mondo soffre la fame: praticamente quasi un miliardo di persone. Senza tener conto del fatto che una gran parte dei rimanenti 6 miliardi non solo non hanno un frigo pieno, o una cucina completamente attrezzata ma non sà nemmeno che cosa vuol dire avere acqua pulita e corrente in casa.
Immaginiamoci una piramide gastronomica sociale: in cima troviamo coloro che posseggono una cucina in casa di un valore di 25.000€ ma non hanno mai tenuto in mano una padella, visto che per farsi da mangiare utilizzano quasi esclusivamente il forno a microonde. E se non usano il microonde, per poter mangiare, utilizzano semplicemente il telefono. E perchè ? Semplicemente perchè non hanno tempo.

Tempo
Facciamo un salto indietro nella storia: da dove veniamo? Per quanto ne so io, la mansione principale dell’uomo primitivo era qualla della ricerca e preparazione quotidiana del cibo. Molto spesso gli mancava il tempo per trovare il cibo necessario a sopravvivere.

Spostandoci nell’ era moderna, all`inizio dell’ ultimo secolo, ancora gli elettrodomestici, il frigo e i fornelli erano un lusso. L`attività principale delle nostre consorti era cucinare. Le nostre bisnonne, nonne e madri passavano (volenti o nolenti) una gran parte delle ore della giornata a cucinare le pietanze, che poi la famiglia e gli amici con gioia a tavola gustavano. E più erano gli ospiti e maggiore era la gioia.

Edonismo culinario
Ed oggi dove ci troviamo ? Oggi viviamo un paradosso. Nella società moderna nessuno ha più tempo per cucinare. Ma se diamo un’occhiata in televisione ed a internet vediamo quanti programmi di cucina vengono trasmessi, la quantità di Blog culinari e libri di cucina redatti e offerti, dobbiamo a maggior ragione constatare che ci rimane un sacco di tempo per il mondo culinario. Ma perchè allora non per cucinare ?

Dorrit Voig ci descrive in maniera molto semplice la situazione sopra indicata nel suo lavoro riguardante gli show televisivi di cucina in Germania e la messinscena mediatica delle nostre competenze quotidiane „Kochsendungen im deutschen Fernsehen-Zur medialen Inszenierung von Alltagskompetenz“(2008):
„Già da diverso tempo il fine principale del cibo non è più solo soddisfare un nostro fabbisogno fisico fondamentale, poichè cosa, come e dove cuciniamo e mangiamo rappresenta anche la nostra posizione nella società o addirittura il rango sociale; la tavola è diventata uno Status Symbol. In consequenza di tutto ciò, l`alimentazione è divenuta lentamente un modo di esprimersi ed un mezzo di controllo: si mostra chi si è, cosa si preferisce e di conseguenza la nostra posizione all’interno del sistema. L’utilizzo di prodotti alimentari ben precisi, il modo di alimentarsi, come anche l’equipaggiamento della cucina, rappresentano un ben preciso ceto sociale. E così le proprie abitudini alimentari sono divenute uno degli indicatori principali per differenziarci socialmente e ci assicurano un’identità personale e unica, rappresentata dal nostro gusto sia estetico che sensuale“.

Il Sapore
La maggiorparte della gente giura di avere una passione infinita per la cucina. Molti dichiarano di poter cucinare di tutto e di più pur non avendo un minima nozione gastronomica sull’ utilizzo corretto dei prodotti alimentari. Così ci ritroviamo in un Bologna gli elementi piu astrusi che ci possiamo immaginare. Convinti del fatto di essere cuochi geniali ci permettiamo di reinventare o addirittura migliorare ricette esistenti, che già di per sé, se fatte bene utilizzando la ricetta originale, sarebbero una cosa meravigliosa.

Ed il sapore, che cosa è il sapore al giorno d’oggi ? Siamo in grado di riconoscere i diversi sapori? Io ammiro gastronomi eccelsi com Escoffier, Point o This che, alla ricerca del sapore perfetto, hanno rivoluzionato l`industria alimentare. Ma al contrario della maggior parte dei nostri contemporanei almeno loro sapevano che gusto aveva un pomodoro verace ! Chi è in grado al giorno d’oggi di affermare che sapore abbia un pomodoro? Oppure del latte fresco appena munto, un pezzo di pane casereccio spalmato con del burro fresco o dell`olio di oliva appena pigiato? In che modo ha influenzato l’industria alimentare moderna il nostro gusto ed il gusto dei nostri figli? Forse in modo tale che oggi non abbiamo più un punto di riferimento valido riguardante il sapore originale dei diversi alimenti… .

Qual’è il sapore originale? Lo troviamo al supermercato? Siamo sicuri che esista ancora? Oppure non passerà molto tempo che andremo a provare i sapori originali in zone protette come oggi andiamo a visitare animali esotici in uno zoo? Cosa che tra l`altro è già successa a Monaco di Baviera durante la mostra alimentare „Das Gelbe vom Ei – Eine Ausstellung über das Essen“ al Deutsch Museum tra il 26 Luglio 2013 ed il 6 Gennaio 2014.

Il fine di questo blog e riflettere in maniera molto personale su i punti sopra elencati e cercare di dare delle risposte piú o meno adeguate.

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